Why Him?

In Why Him? geht es um Ned Flemming (Bryan Cranston) und den Freund seiner Tochter Laird Mayhew (James Franco). Schon das Kennenlernen der beiden über Skype ist einerseits einzigartig und witzig aber auch sehr sehr peinlich. Als Laird dann auch noch bei Ned um die Hand seiner Tochter Stephanie (Zoey Deutch) anhält reicht es Ned. Die großen Differenzen zwischen Ned, dem Eigentümer einer Druckerei, und Laird, einem Internetmillionär, scheinen unüberbrückbar groß.

In den ersten 20-25 Minuten des Films ist der Humor leider oft unter der Gürtellinie und es gibt ein paar extrem skurrile Szenen. Aber ich war zum Ende des Films extrem positiv überrascht und finde den Film einfach gut. Ich habe auch kaum einen Film gesehen welcher von dem Humor unter der Gürtellinie wegkommt und dann noch so ein schönes Ende entstehen lässt.

Die Story klingt nicht besonders aber ist einfach gut geschrieben. Mit Ned und Laird prallen nicht nur optisch 2 grundverschiedene Personen aufeinander, sondern auch 2 absolut gegensätzliche Charaktere. Dies wird auch von Bryan Cranston und James Franco optisch wie schauspielerisch unterstrichen. Die dadurch entstehenden Konflikte und Meinungsverschiedenheiten hinterfragen auch immer wieder die eigene Meinung. An verschiedenen Stellen des Films muss man sich selbst fragen „Wie würde ich handeln?“ oder „Wie denke ich darüber?“. Daher wird es nie langweilig oder träge.

Die beiden Hauptdarsteller sind wie gesagt in allen belangen Gegensätze. Auf der einen Seite der junge, dynamische und sportliche James Franco alias Laird und auf der anderen Seite Bryan Cranston als Familienvater mit einer eigenen Druckerei. Es macht einfach Spaß diese beiden Welten zu sehen. Hierbei ist niemand bevorzugt und jeder hat mit seiner jeweiligen Meinung ein stückweit recht. Es gibt viele Nebencharaktere wie die Familie von Ned oder den Butler von Laird. Diese sorgen immer wieder für witzige Momente und lockern die Stimmung merklich auf.

Die meiste Zeit des Films befindet man sich im Haus von Laird. Hierbei werden die verschiedensten Räume gezeigt. Von der eigenen Bowlingbahn über das Wohnzimmer bis hin zur Toilette. Alles ist sehr modern gehalten und passt einfach zu dem Internetmillionär. Teilweise sieht man auch das Haus der Flemmings und auch dies passt einfach zu der Vorstellung einer klassischen mittelständischen Familie in Amerika. Zweckmäßig aber schön eingerichtet.

Die Musik unterstreicht die jeweiligen Szenen und fällt nie negativ auf. Teilweise wird auch absichtlich ein Moment der absoluten Stille kreiert um die Handlung zu unterstreichen. Andererseits wird während einer Party auch ordentlich aufgedreht. Mir hat die musikalische Untermalung gefallen.

Der Film ist ein schöner Familienfilm welcher die Probleme zwischen 2 Generationen gut aufarbeitet und dabei schöne Momente kreiert. Man wird angeregt sich selbst und seine Meinung zu hinterfragen und kann immer wieder einfach nur lachen. Ob man den Film im Kino sehen muss stelle ich etwas in Frage, aber es ist auf jeden Fall kein Fehler und ich kann jedem nur raten sich diesen einmal anzuschauen. Ich gehe soweit, dass man den Film bestimmt mehrfach sehen kann und immer wieder ein paar Kleinigkeiten beobachtet wie sich die Hauptdarsteller verhalten und es nicht so schnell langweilig wird. Von mir bekommt der Film 8 von 10 Punkten. Es hat einfach Spaß gemacht den Fil zu sehen.