Hacksaw Ridge

Im Kriegsdrama Hacksaw Ridge geht es um den jungen Soldaten Desmond T. Doss (Andrew Garfield). Dieser möchte für sein Land kämpfen genauso wie es viele seiner Freunde und seine Brüder tun. Jedoch möchte er keine Waffe tragen, da er dies nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann.

An allererster Stelle möchte ich eine kleine Warnung aussprechen. Der Film ist in einer Art brutal und gnadenlos wie ich es noch nie im Kino gesehen habe. Sollte man einen schwachen Magen haben oder Probleme mit sehr einprägsamen Bildern haben, so rate ich dringends davon ab den Film anzuschauen. Schaut man den Film allerdings an, so ist er sehr gut geworden und hat zurecht 2 Oscars gewonnen und war für weitere 4 Oscars nominiert.

Story: Nachdem Desmond Doss in sehr jungen Jahren seinen Bruder bei einer rauferei tödlich verletzt hat, bekommt er Jahre später die Gelegenheit einem Nachbarn das Leben zu retten. Dabei lernt er im Krankenhaus die Krankenschwester Dorothy kennen. Zugleich muss er aber auch zusehen wie viele seiner Freunde sich zum Militärdienst melden. Nachdem sich auch sein Bruder freiwillig meldet kann Desmond nicht mehr warten. Er meldet sich als Sanitäter und wird eingezogen.

Darsteller: Die Leistung aller Darsteller ist sehr gelungen. Es gibt keine unglaubwürdigen Figuren oder Handlungen/Entscheidungen. Besonders hervorzuheben sind hier Andrew Garfield als Desmond Doss, Hugo Weaving als Vater Tom Doss und Sam Worthington als Captain Jack Glover. Ich möchte hier nicht auf die 3 Personen einzeln eingehen da dies evtl. ein paar wichtige Elemente der Handlung verrät. Allerdings haben alle 3 Schauspieler bewiesen wie vielschichtig sie selbst Personen darstellen können. Generell sind Figuren in Hacksaw Ridge nicht nur schwarz und weiß also Freund oder Feind. Es gibt immer wieder schöne und erstaunliche Begegnungen.

Kostüme und Szenenbild: Der Film spielt im Jahr 1945 und daran sind auch alle Begebenheiten angepasst. Dies ist sehr gut gelungen und schafft eine „schöne“ Atmosphäre. Wirklich beeindruckend sind die Kameraführung und die Darstellung von Verwundeten. Man hat zu jeder Zeit das Gefühl, dass die Verletzungen real sind. Egal ob man eine Schusswunde oder einer Granatexplosion sieht, die daraus entstehenden Verletzungen sehen real aus. Dies ist ein Aspekt, welcher den Film so heftig wirken lässt. Des weiteren ist die Kamera ausgezeichnet und schonungslos. Wenn jemand getroffen wird so wird dies ohne jegliche Schnitte gezeigt.

Musik: Das ist auch ein sehr spezieller Punkt in diesem Film. In den allermeisten Szenen gibt es keine Hintergrundmusik. Hier hat Mel Gibson als Regisseur sehr auf stille gesetzt. Der Film zeigt dabei, dass es nicht notwendig ist dem Zuschauer mit Musik sagen zu müssen was er fühlen soll. Die Bilder und die Schauspielerische Leistung reichen hier vollkommen aus um jegliche Gefühlslage zu transportieren.

Fazit: Ich war noch nie in einem Film in dem es nach Ende der Vorstellung so still war. Im Saal saßen ca. 25 Personen, es wurde beim Verlassen des Saals eigentlich nicht gesprochen. Der Film ist einfach nur beeindruckend. Zu keinem Zeitpunkt wird der Film langweilig oder unrealistisch. Gerade die letzten paar Minuten vor den Credits sind dermaßen packend und bewegend, dass man es nicht in Worte fassen kann. Wer sich gerne Historische Dramen anschaut und kein Problem mit extremer Gewalt hat sollte sich Hacksaw Ridge unbedingt anschauen. Von mir bekommt der Film volle 10 von 10 Punkten.

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