Kingsman – the golden Circle

Der zweite Teil der Kingsman Story ist seit 2 Wochen in den Kinos zu sehen und es geht wieder um Agent Eggsy. Die Kingsman Agency wird gehackt und alle bekannten Standorte werden zerstört. Nur die Agenten Eggsy und Merlin überleben. Die Spur führt sie zum sogenannten „golden Circle“.

Story: Die Story ist interessant und verfolgt dennoch ein klares Ziel. Es werden neue Charaktere eingeführt und es gibt ein wiedersehen mit Charakteren aus dem ersten Teil. Die Screentime einiger Personen ist überraschend kurz. Gerade (Channing Tatum) hat deutlich weniger Screentime als man nach dem Trailer vermutet. Jedoch kann die Story nicht mit dem ersten Teil verglichen werden. Hier fehlt im zweiten Teil die Spontanität und die Unvorhersehbarkeit.

Darsteller: Die Performance der verschiedenen Schauspieler ist wie erwartet gut. Der Cast harmoniert gut und ist auf einem würdigen Niveau. Aber auch hier kann der goldene Zirkel nicht mit dem ersten Teil mithalten. Es fällt schwer mit manchen Personen eine Verbindung aufzubauen. Es sind auch einige sehr bekannte Schauspieler dabei doch die wichtigsten Rollen werden von etwas weniger bekannten Schauspielern besetzt. Die bringt aber auch einen schönen Kontrast in den Film welcher auf gar keinen Fall negativ ist.

Kostüme und Szenenbild: Der Film spielt zu einem großen Teil in Amerika und in Columbien. Die jeweiligen Locations wurden schön inszeniert und zum Teil auch mit einem Augenzwinkern zu betrachten. Alles versprüht seinen eigenen Charm und man kann in die jeweilige Welt eintauchen. Negativ aufgefallen ist mir jedoch die zum Teil extrem hektische Kamera. Man hat in manchen Kampfsequenzen das Gefühl, dass bei jeder Handbewegung die Perspektive geändert wird. Hier könnte man auf den ein oder anderen Sprung verzichten.

Musik: Im Film sind viele Remakes von bekannten Songs zu hören und unterstreichen die Handlung sehr gut. Gerade wenn in Kampfsequenzen ein bekannter Titel läuft macht es gleich noch mehr Spaß zuzusehen. Ein sehr bekannter Musiker hat hier auch eine schöne Nebenrolle abbekommen. Was immer wieder für witzige Momente sorgt.

Fazit: Kingsman – the golden Circle ist ein guter Film mit ein paar kleinen Schwächen. An den ersten Teil kommt er leider nicht hin da ihm dieser „Underdog-Faktor“ fehlt. Dies ist ähnlich wie bei John Wick und John Wick 2. Der jeweils erste Teil kam aus dem nichts und war extrem gut. Dies mit einem weiteren Teil zu toppen ist extrem schwer, wenn nicht sogar unmöglich. Dennoch ist der Film sehenswert und bietet in seinen Genres Action und Comedy viele gute Szenen die einfach unterhalten.




Ghost in the Shell

In der Zukunft ist es möglich, alle Körperteile durch Roboterteile zu ersetzen. Bei Major (Scarlett Johannson) wurde nur das Gehirn in einen Roboter eingepflanzt. Sie arbeitet für die Regierung und greift zusammen mit der Sondereinheit 9 bei Verbrechen ein. Bei einem Einsatz wird sie auf Kuze und sein treiben aufmerksam. Nach und nach fängt sie an weitere Nachforschungen anzustellen und schnell wird klar, dass Sie auf etwas sehr wichtiges gestoßen ist.

Der Film ist meinem Ermessen nach sehr gut geworden und nicht nur etwas für Anime-Fans. Insgesamt gibt es am Film nicht wirklich etwas auszusetzen. Der Film ist auch einer der wenigen Hollywood-Filme in welchen die Hauptrolle weiblich ist. Die Anime Vorlage kenne ich nicht jedoch tut dies dem Film keinen Abbruch.

Story: Die Story ist interessant und über die 106 Minuten Lauflänge niemals langweilig. Die einzelnen Figuren erhalten leider manchmal etwas wenig Hintergrundgeschichte. Gerade zu den anderen Mitgliedern der Einheit hätte ich mir etwas mehr Story gewünscht. Aber dies ist nur ein sehr kleiner Kritikpunkt.

Darsteller: Scarlett Johansson (Major) schafft es die Story jederzeit zu tragen und voranzutreiben. Die Entwicklung ist umgekehrt wie bei „Lucy“ in welchem Scarlett Johansson ebenfalls die Hauptrolle spielte. Damit beweist sie wieder einmal wie gut Sie auch die Entwicklung / Evolution einer Person darstellen kann. Es gibt natürlich im Team auch noch die klassischen Figuren wie den Chef der Truppe oder den Draufgänger. Dies sollte jedoch nur am Rande erwähnt sein.

Kostüme und Szenenbild: Da der Film in der Zukunft spielt, ist alles sehr futuristisch dargestellt. Es gibt sowohl Landschaftsaufnahmen wie auch viele Szenen in den verschiedensten Räumen. Man könnte sich jederzeit in der Landschaft verlieren. Die Skyline und auch die verschiedenen Gebäuden sind sehr detailreich animiert und treffen genau den richtigen Look. Im Nachhinein erinnerten mich die Landschaftaufnahmen entfernt an das Intro von „Futurama“. Die Räume sind voll mit High-Tech und sehr aufgeräumt. Die Kostüme sind teilweise sehr futuristisch manchmal jedoch auch sehr bodenständig. Major ist jederzeit sehr futuristisch angezogen im Kontrast dazu hat Daisuke Aramaki (Chef der Sondereinheit 9) sehr bodenständige und normale Businesskleidung an.

Musik: Die Musik ist meist unauffällig. Lediglich am Anfang fällt diese teilweise auf. Ansonsten ist die Musik sehr dezent und niemals übertrieben. Der Film ist für mich ein kleines Musterbeispiel wie Filmmusik eingesetzt werden sollte.

Fazit: Wie gesagt, man muss kein Anime-Fan sein um den Film zu sehen. Es war mal wieder ein sehr schöner Film und gerade die Skyline könnte ich Stundenlang anschauen. Ich gebe dem Film 10 von 10 Punkten und empfehle ihn jedem Sci-Fi Fan oder den Anime-Fans. Einzig das 3D in diesem Film muss nicht wirklich sein. Das Geld dafür kann man sich auch sparen. Da ich den Film im O-Ton gesehen habe kann ich über die deutsche Synchronisation leider nichts sagen.




John Wick 2

John Wick 2 fängt nahezu nahtlos an der Stelle an, an welcher John Wick aufhört. John (Keanu Reeves) ist noch gezeichnet vom Kampf gegen das Drogenkartell. Mit aller Kraft versucht er nun in sein altes Leben zurück zu kommen. Doch seine Vergangenheit holt ihn wieder ein und er muss erneut als „schwarzer Mann“ durch Rom ziehen.

Der Film ist gut geworden und trotz der langen Laufzeit macht es Spaß den Film zu schauen. In den ersten 10 Minuten des Films kamen mir die Action und Kampfsequenzen nicht ganz so sauber und glaubhaft vor. Dies beschränkt sich jedoch wirklich nur auf diese kurze Spanne und danach ist alles wieder auf dem Niveau des ersten Teils.

Story: Die Story geht nahezu nahtlos nach dem ersten Teil weiter. Es dauert etwas bis die Story richtig in Fahrt kommt. Das Motiv der Fortsetzung ist leider nicht so gut wie das des ersten Teils. Da hier der erste Teil jedoch auch Maßstäbe gesetzt hat war dies zu erwarten. Auch wenn die Story etwas schlechter geworden ist bleibt sie sehenswert und spannend. Leider ist es manchmal etwas unglaubwürdig wenn John einen Treffer einstecken muss und trotzdem 5 Minuten später wieder mit vollem Körpereinsatz kämpfen kann / muss. Dies war im ersten Teil besser da dort Verletzungen seine Kampfkraft stark beeinflusst haben.

Darsteller: Hauptsächlich geht es natürlich um Jonathan Wick gespielt von Keanu Reeves. Dabei merkt der Zuschauer keineswegs, dass Keanu Reeves schon 52 Jahre alt ist. Die Kämpfe sehen sehr handgemacht aus. Auch wenn er durch Straßen und Tunnel läuft und dabei immer wieder auf Gegner trifft, so wirkt dies sehr real und gut choreographiert. Hier macht sich die jahrelange Erfahrung im Kampfsport und das intensive Waffentraining von Keanu Reeves sehr bemerkbar. Die Antagonisten haben relativ wenig Screentime. In der ersten Hälfte des Films sind es meist nur einzelne Szenen oder Kämpfe in denen Ruby Rose (Ares) oder Common (Cassian) vorkommen.

Kostüme und Szenenbild: Das Szenenbild ist sehr verschieden. Mal befindet man sich in einem der luxuriösen Continental Hotels, dann wieder in einem alten verfallenen Gebäude und ein anderes mal in U-Bahn Stationen. Die Schauplätze sind gut gewählt und sehr abwechslungsreich. Der Film setzt, wie der erste Teil, nicht auf große Explosionen oder Special Effekts. Dies ist weder positiv noch negativ, wollte ich jedoch bewusst erwähnt haben. Zu den Kostümen lässt sich nicht so viel sagen. John trägt genauso wie die meisten anderen Personen immer einen Anzug. Es sind hierbei eher die kleinen Rollen welche im Kostüm von dieser Norm abweichen und als Bettler, Passant oder Straßenmusiker auftreten. Die Wunden und Verletzungen sind jedoch wieder gut inszeniert.

Musik: Die Musik ist treibend und immer etwas auf spannend gemacht. Es passt soweit zu einem Actionfilm ist aber auch nicht weiter erwähnenswert oder besonders.

Fazit: Jeder, der den ersten Teil mochte, kann sich auch den zweiten Teil anschauen. Genau das gleiche gilt auch für alle Fans von Action Filmen oder Keanu Reeve Fans. Der Film kommt in ein paar Punkten leider nicht an das Niveau des Vorgängers heran aber bleibt trotzdem sehenswert und ist eine gute Fortsetzung. Meist empfehle ich es Actionfilme im Kino anzuschauen, bei diesem Vertreter des Genres finde ich jedoch ein großer Fernseher erzielt genau den gleichen Effekt. Von mir bekommt der Film immer noch gute 7 von 10 Punkten. Ich freue mich schon auf den neuen Teil, welcher voraussichtlich 2018 in die Kinos kommt.




Lommbock

Lommbock ist die Fortsetzung des Films Lammbock. In Lommbock geht es wieder um die beiden Freunde Kai (Moritz Bleibtreu) und Stefan (Lukas Gregorowicz). Während Stefan es allem Anschein nach weit gebracht hat ging es bei Kai nicht so gut. Da Stefan seine wunderschöne Frau heiraten will benötigt er ein paar Dokumente aus Deutschland. Eigentlich will Stefan nur einen kurzen Besuch in Deutschland machen, jedoch verfällt er in alte Gewohnheiten und wird zusammen mit Kai beim kiffen erwischt.

Lommbock ist eine schöne deutsche Komödie, welche zwar ein paar Längen hat aber grundsätzlich doch sehr lustig ist und definitiv eine Empfehlung für alle Komödien Liebhaber.

Story: Im großen und ganzen ist die Story ganz vernünftig. Die Witze sind wirklich gut und sind auch wirklich lustig. Zu bemängeln gibt es hier lediglich die kleinen Längen während des Films. Hier geht etwas an Flair verloren. Aber trotzdem bleibt die Story gut und die Witze lustig.

Darsteller: Die beiden Hauptdarsteller Moritz Bleibtreu und Lukas Gregorowicz verkörpern ihre jeweiligen Rollen authentisch. Es ist auch schön zu sehen wie 2 unterschiedliche Rollen mit 2 doch unterschiedlichen Schauspielern besetzt werden aber dies alles im Film sehr gut harmoniert. Die ein oder andere Nebenrolle ist nicht ganz so gut verkörpert. Dies liegt aber zum Teil auch am Drehbuch welches manche Charakter einfach zu sehr in ein bestimmtes Klischee drängt.

Kostüme und Szenenbild: Lommbock spielt rund um Würzburg. Dies ist auch schön anzuschauen wenn man den Film sieht und bestimmte Orte oder Landschaften wiedererkennt. Die Kostüme sind sehr auf die jeweiligen Charakter angepasst. Stefan trägt eigentlich immer Anzug, Kai ist eher leger gekleidet und auch bei allen anderen Personen kann man schon an der Kleidung den Charakter ablesen.

Musik: Die Musik ist mir nicht besonders gut im Kopf geblieben. Sie unterstreicht an manchen Stellen des Films die Stimmung aber ist manchmal auch nicht 100 prozentig passen. Aber größtenteils geht hier soweit alles in Ordnung. Musik ist bei einer Komödie auch kein Kernelement und daher nicht so sehr zu gewichten.

Fazit: Lommbock ist eine schöne Komödie, bei der man sich gut amüsiert und unterhalten wird. Wer den ersten Teil gesehen hat macht mit dieser Fortsetzung nichts falsch, aber auch wer den ersten Teil nicht kennt kann sich Lommbock anschauen. Von mir bekommt Lommbock 7,5 von 10 Punkten.




Die schöne und das Biest

Die junge Frau Belle (Emma Watson) wohnt in einem kleinen sehr ländlich geprägten Ort. Dabei strebt Sie größeres an und will unter anderen in andere Gebiete reisen und mehr von der Welt sehen. Einestages kehrt Ihr Vater nicht vom Markt zurück. Nach kurzer Zeit wird Belle von Ihrem Pferd zum Schloss des Biests geführt.

Der Film die Schöne und das Biest ist ein Remake des gleichnamigen Musicals von 1994 und dem Zeichentrickfilm von 1994. Die Geschichte bleibt dabei unverändert. Betonen möchte ich jedoch, dass dies dem Film nicht schadet. Der Film ist keineswegs besser oder schlechter als die sehr bekannte Zeichentrickvariante. Es hat mir während des ganzen Films viel Spaß gemach die Geschichte zu verfolgen.

Story: Wie gesagt, die Story ist unverändert zu den bisherigen Veröffentlichungen. An der grundsätzlichen Story ist somit nichts verkehrt und diese wird im gesamten Film gut umgesetzt. Daher gibt es zu diesem Punkt auch nicht so viel zu sagen wie zu sonstigen Filmen.

Darsteller: An der Qualität der Schauspieler kann nicht gezweifelt werden. Egal ob man über Emma Watson oder Dan Stevens redet (Biest/Prinz). Sowohl die schauspielerische Leistung als auch die gesangliche Leistung ist soweit tadellos. Die Rollen werden gut gespielt und alle konnten Ihr Potential entfalten. Kurz möchte ich auch Luke Evans erwähnen. Dieser verkörpert den arroganten Schönling Gaston. Ich war auf diese Rolle sehr gespannt und kann jetzt im Nachhinein sagen, Luke Evans trifft hier genau die richtige Mischung aus Arroganz und Hochmut.

Kostüme und Szenenbild: Die Kostüme sind an das 18. Jahrhundert angepasst. Jedoch fällt von Anfang an auf, dass alle Kostüme sehr schick und sauber sind. Wie in verschiedenen anderen Disneyfilmen ist die Entwicklung der Figuren sehr schön zu beobachten. Besonders die Figur des Biests ist hierbei herauszuheben.

Musik: Der Film enthält natürlich wieder viel Gesang. Dabei haben wie bereits erwähnt alle Schauspieler ihre Rollen selbst gesungen. An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass ich den Film mit originalem Ton gesehen hab. Daher kann ich nur über den englischen Originalgesang sprechen und nicht über die deutsche Adaption und Synchronisation berichten. In einigen Szenen merkt man, dass die Lieder nachvertont wurden. Ich fand dies nicht weiter schlimm möchte es jedoch trotzdem hier erwähnt haben. Die allgemeine Musik ist schön und unterstreicht die Handlung. Lediglich in den spannenden Momenten hat mir etwas mehr Bass gefehlt. Jedoch vermute ich man hat hier Rücksicht auf jüngere Zuschauer genommen.

Fazit: Der Film ist einfach ein gelungenes Remake und auch nach so vielen Jahren ist die Geschichte toll anzusehen. Der Film ist immer wieder schön anzusehen. Dazu muss sich der Film nicht hinter seinen Vorgängern verstecken. Welche Version der Geschichte man besser findet ist Geschmackssache und alle sind sehenswert. Meiner Meinung nach kann man den Film sowohl im Kino als auch daheim genießen. Von mir bekommt der Film 8,5 von 10 Punkten.




Within

Eine junge Familie zieht in ein neues Haus um. Während sich John und Melanie Alexander (Michael Cartan und Nadine Velazquez) versuchen an das Haus zu gewöhnen, fällt es Johns Tochter Hannah (Erin Moriarty) deutlich schwerer. Als die Familie dann erfährt, dass in diesem Haus mehrere Morde geschehen sind macht dies die Situation nicht besser.

Der Film reiht sich bei mir leider in einer Reihe auf mit schlechten Filmen wie „Shut in“ oder „die Vorsehung“. Es ist einfach ein 08/15 Hororfilm bei dem man eher vor Scham weggeschaut als sich wirklich erschreckt.

Story: Die Story ist nichts besonderes und auch der Plot überrascht wirklich nicht. Was man hier zu Papier gebracht hat wurde auch schon in 100 anderen Filmen fast genau so gezeigt. Deshalb kann ich hier auch kaum etwas über die Story schreiben ohne sofort zu Spoilern. Natürlich kann man hier auch kein Meisterwerk wie Conjuring erwarten aber es liegen Welten zwischen einem ordentlichen Horrorfilm und Within. Besonders gestört haben mich die unsinnigen Handlungen der Personen. Dieses Klischeehafte „geh du voraus ich bleibe dich an dir dran“ und so weiter ist einfach abgedroschen. Daher weiß man auch in jedem Moment was gleich passiert und wird selbst von Jumpscares wenig erschreckt. Insgesamt besteht der Film auch nur aus etwas Handlung mit ein paar Jumpscares.

Darsteller: Auch hier kann ich leider nur auf die 3 Familienmitglieder eingehen. Alle spielen ihre jeweilige Rolle nicht schlecht aber trotzdem ist es nicht besonders packend. Jedoch bin ich der festen Überzeugung mit einem besseren Drehbuch hätten die Personen mehr aus dem Film herausholen können. Mir kam es so vor, als ob jeder kleinste Schritt gescriptet ist. Daher können die Schauspieler nicht ihr volles Potential entfalten.

Kostüme und Szenenbild: Gut 80-90 % des Films spielen sich im Haus ab. Selten gibt es mal ein paar Aufnahmen von außen oder anderen Orten. Das Haus ist genau so wie man sich dies für eine Wohnsiedlung vorstellt. Zwei  Stockwerke mit Wohnräumen, einen Dachboden, eine Garage, Wände aus Rigips oder Holz. Die Familie Alexander ist Bürgerlich gekleidet und soll wahrscheinlich damit eine gewisse Nähe zum Publikum herstellen. Dies würde auch ohne die eingangs beschriebenen Probleme teilweise funktionieren.

Musik: Die Musik fällt meist nicht auf und ist passend gewählt. An manchen Stellen jedoch wird es etwas laut und man bekommt die Spannung aufgedrückt. Allgemein kann der Film die Spannung nur durch die Musik aufbauen und nicht durch etwaige Handlungen der Personen.

Fazit: Ich empfehle den Film niemanden. Als wir ihn in der Sneak gesehen haben, wurden noch (schlechte) Witze über den Film und die Personen gemacht und das war immer noch besser als der Film selbst. Ich kann nicht viel gutes an dem Film finden und vergebe daher 3 von 10 Punkten.




Logan – The Wolverine

Die Mutanten sind fast ausgestorben. Logan (Hugh Jackman) und Professor Xaviar (Patrick Stewart) gehören zu den wenigen welche die Jagt in der Vergangenheit überlebt haben. Logan arbeitet als Chauffeur um den Lebensunterhalt zu verdienen. Durch einen Zufall trifft er Laura Kinney (Dafnee Keen). Diese ist eine der wenigen „neuen“ Mutanten. Doch gerade deshalb sind viele hinter ihr her. Unter anderem wird Laura von Donald Pierce und seiner Truppe gejagt.

Der Film ist nicht zu vergleichen mit den bisherigen Wolverine Filmen oder mit den Auftritten von Wolverine in z. B. X-Men. Man merkt hier deutlich, dass der Film einen Schlussstrich ziehen will. Aber gerade diese Andersartigkeit des Films macht Ihn so interessant.

Story: Wie gesagt die Story ist nicht mit den bisherigen Filmen zu vergleichen. Aber dennoch passt das alles gut zum Konzept. Der Film verfolgt eine klare Linie und hat eine interessante Geschichte. Mir hat es sehr Spaß gemacht auch diese sehr andere Seite von Wolverine zu sehen. Man kann jetzt meckern, dass die Story evtl. manchmal etwas vorhersehbar ist. Dies tut der Unterhaltung aber keinen Abbruch.

Darsteller: In erster Linie geht es natürlich um Hugh Jackman und Dafnee Keen. Hugh Jackman liefert hier eine gute Performance ab. Er schafft es die alten Stärken von Wolverine hervorheben und gleichzeitig auch die Verletzlichkeit des gealterten Logans darzustellen. Dafnee Keen ist schwieriger einzuschätzen und zu bewerten. Einerseits hat Ihre Rolle weniger Tiefgang und ist geradliniger. Generell ist ihre Darstellung nicht schlecht aber bleibt hinter der von Hugh Jackman deutlich zurück.

Kostüme und Szenenbild: Der Film verläuft quer durch die USA. Daher gibt es sowohl große Städte mit schönen, luxuriösen und modernen Hotels wie auch abgelegene Farmen und große Felder. Genauso abwechslungsreich sind auch die Kostüme der Statisten und Nebenrollen. Die Hauptdarsteller sind nicht ganz so variantenreich bekleidet. Die Kamera ist in den Action Szenen sehr schnell geschnitten. Im Kontrast dazu gibt es jedoch auch Landschaftsaufnahmen und ruhige Szenen in welchen die Kamera weit weniger aktiv ist.

Musik: An die Trailermusik von Johny Cash kommt die Filmmusik nicht hin. Allgemein ist die Musik weniger auffällig. Sie unterstreicht das Geschehen und gibt dem Zuschauer manchmal auch vor was er gerade fühlen soll.

Fazit: Wer die alten Filme kennt sollte auch den neuen Film anschauen. Es ist sehr schwierig hier einen Vergleich zu ziehen aber ich finde der Film macht vieles richtig und bringt die Story zu einem passenden Ende. Es ist einfach ein würdevoller letzter Film über Wolverine/Logan/X-24. Von mir gibt es dafür 8 von 10 Punkten.




A Cure for Wellness

In A Cure for Wellness geht es um den jungen Mr. Lockhard. Dieser ist bei einer großen Kapitalfirma angestellt. Er bekommt vom Betriebsrat den Auftrag einen sehr wichtigen Kollege aus einem Kurhotel in der Schweiz abzuholen. Dementsprechend reißt Mr. Lockhard in die Schweiz. Schon auf dem Weg zu dem besagten Hotel merkt er, dass an diesem Ort irgendetwas komisch ist. Je tiefer er in die dortige Welt abtaucht desto verwirrender wird die Situation und desto mehr muss er alles hinterfragen was er sieht oder glaubt zu sehen.

Der Film fängt eine sehr schöne Atmosphäre ein und ist trotz 146 Minuten Lauflänge keineswegs langweilig oder langatmig. Man ist in jeder Sekunde gefesselt. Die Personen werden glaubhaft gespielt und das Drehbuch ist sehr gut geschrieben. Auf jeden Fall eine Empfehlung für alle Drama/Thriller Filmfans.

Ausgehend von der oben beschrieben Situation entwickelt sich der Film immer weiter und es werden in regelmäßigen Abständen neue Figuren während des Films eingeführt. Durch einige Rückblenden wird die Geschichte von Mr. Lockhard erzählt. Je weiter der Film voranschreitet, desto abstruser werden die Ereignisse auf der Burg. Dabei schafft der Film es jedoch immer Maß zu halten und niemals zu übertreiben. Während des Films gibt es immer wieder Momente oder Wendungen welche man vorausahnt. Dies ist hier aber absolut nicht negativ zu beurteilen da der Film trotzdem genügend Unvorhersehbarkeiten enthält und somit immer für eine Überraschung gut ist.

Wenn ich von den Darstellern rede, spreche ich hauptsächlich von Dane DeHaan alias Mr. Lockhard. Gerade seine Performance hat mir sehr gefallen da er auch ein sehr großes Spektrum an Emotionen abdecken muss. Aber auch Jason Isaacs aka Dr. Heinrich Volmer ist von der ersten Sekunde an sehr present und jederzeit glaubwürdig. Mit einem kurzen Satz möchte ich noch auf Hannah gespielt von Mia Goth eingehen. Ihre Rolle ist sehr interessant aber hierzu kann ich nichts schreiben ohne etwas zu verraten.

Die Kostüme sind immer passend zur Szene gewählt. In den Büros in Amerika tragen alle Anzug, im Dorf eher etwas dreckige und abgetragene Kleidung und im Sanatorium gibt es spezielle Kleidung für die Patienten in weiß. Dies verdeutlicht in vielen Momente auch die Beziehungen zwischen den verschiedenen Akteuren. Die gezeigten Räume und Landschaften sind sehr abwechslungsreich und authentisch. Dabei reicht das Spektrum von einer Panoramalandschaft bis hin zur Gruft. Die Übergänge zwischen diesen Aufnahmen sind meistens fließend.

Während des Films unterstreicht die Musik die Szenen ohne dabei zu dominant zu werden. Teilweise wird die Spannung auch durch Stille unterstrichen. Es gibt auch den ein oder anderen bekannten Song in dem Film. Das lockert die Stimmung zwischendurch sehr auf und macht einfach Spaß zu hören.

Wie gesagt kann ich den Film jedem Drama oder Thriller Fan empfehlen. Ich habe an dem Film soweit nichts auszusetzen was einen Punktabzug rechtfertigen würde. Von mir bekommt der Film 10/10 Punkten. Man sollte den Film ähnlich wie Fight Club mehrfach schauen. Dabei sollte man wirklich das Geld in eine Kinokarte und die BlueRay investieren. Im Kino wird das Feeling einfach besser transportiert.




Hacksaw Ridge

Im Kriegsdrama Hacksaw Ridge geht es um den jungen Soldaten Desmond T. Doss (Andrew Garfield). Dieser möchte für sein Land kämpfen genauso wie es viele seiner Freunde und seine Brüder tun. Jedoch möchte er keine Waffe tragen, da er dies nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann.

An allererster Stelle möchte ich eine kleine Warnung aussprechen. Der Film ist in einer Art brutal und gnadenlos wie ich es noch nie im Kino gesehen habe. Sollte man einen schwachen Magen haben oder Probleme mit sehr einprägsamen Bildern haben, so rate ich dringends davon ab den Film anzuschauen. Schaut man den Film allerdings an, so ist er sehr gut geworden und hat zurecht 2 Oscars gewonnen und war für weitere 4 Oscars nominiert.

Story: Nachdem Desmond Doss in sehr jungen Jahren seinen Bruder bei einer rauferei tödlich verletzt hat, bekommt er Jahre später die Gelegenheit einem Nachbarn das Leben zu retten. Dabei lernt er im Krankenhaus die Krankenschwester Dorothy kennen. Zugleich muss er aber auch zusehen wie viele seiner Freunde sich zum Militärdienst melden. Nachdem sich auch sein Bruder freiwillig meldet kann Desmond nicht mehr warten. Er meldet sich als Sanitäter und wird eingezogen.

Darsteller: Die Leistung aller Darsteller ist sehr gelungen. Es gibt keine unglaubwürdigen Figuren oder Handlungen/Entscheidungen. Besonders hervorzuheben sind hier Andrew Garfield als Desmond Doss, Hugo Weaving als Vater Tom Doss und Sam Worthington als Captain Jack Glover. Ich möchte hier nicht auf die 3 Personen einzeln eingehen da dies evtl. ein paar wichtige Elemente der Handlung verrät. Allerdings haben alle 3 Schauspieler bewiesen wie vielschichtig sie selbst Personen darstellen können. Generell sind Figuren in Hacksaw Ridge nicht nur schwarz und weiß also Freund oder Feind. Es gibt immer wieder schöne und erstaunliche Begegnungen.

Kostüme und Szenenbild: Der Film spielt im Jahr 1945 und daran sind auch alle Begebenheiten angepasst. Dies ist sehr gut gelungen und schafft eine „schöne“ Atmosphäre. Wirklich beeindruckend sind die Kameraführung und die Darstellung von Verwundeten. Man hat zu jeder Zeit das Gefühl, dass die Verletzungen real sind. Egal ob man eine Schusswunde oder einer Granatexplosion sieht, die daraus entstehenden Verletzungen sehen real aus. Dies ist ein Aspekt, welcher den Film so heftig wirken lässt. Des weiteren ist die Kamera ausgezeichnet und schonungslos. Wenn jemand getroffen wird so wird dies ohne jegliche Schnitte gezeigt.

Musik: Das ist auch ein sehr spezieller Punkt in diesem Film. In den allermeisten Szenen gibt es keine Hintergrundmusik. Hier hat Mel Gibson als Regisseur sehr auf stille gesetzt. Der Film zeigt dabei, dass es nicht notwendig ist dem Zuschauer mit Musik sagen zu müssen was er fühlen soll. Die Bilder und die Schauspielerische Leistung reichen hier vollkommen aus um jegliche Gefühlslage zu transportieren.

Fazit: Ich war noch nie in einem Film in dem es nach Ende der Vorstellung so still war. Im Saal saßen ca. 25 Personen, es wurde beim Verlassen des Saals eigentlich nicht gesprochen. Der Film ist einfach nur beeindruckend. Zu keinem Zeitpunkt wird der Film langweilig oder unrealistisch. Gerade die letzten paar Minuten vor den Credits sind dermaßen packend und bewegend, dass man es nicht in Worte fassen kann. Wer sich gerne Historische Dramen anschaut und kein Problem mit extremer Gewalt hat sollte sich Hacksaw Ridge unbedingt anschauen. Von mir bekommt der Film volle 10 von 10 Punkten.




Split

Im Film Split von Regisseur M. Night Shyamalan geht es um einen Mann mit verschiedenen Persönlichkeiten. Alle teilen sich den gleichen Körper und haben verschiedene Voraussetzungen. Eine Person z. B. hat Diabetes alle anderen jedoch nicht. Der Film beginnt auf einer Geburtstagsparty. Da diese eigentlich schon zu Ende ist und ein Mädchen noch nicht abgeholt wurde, will der Vater des Geburtstagskindes Sie heimbringen. Auf dem Parkplatz werden die 3 verbleibenden Mädchen entführt. Sie kommen in einem Raum wieder zu sich. Als nacheinander ein paar der Persönlicheiten Kontakt zu Ihnen suchen merken die Mädchen wie groß die Gefahr ist in der Sie sich befinden.

Die allgemeine Filmpresse bewertet den Film relativ gut. Dem kann ich mich nicht ganz anschließen. Einerseits gibt es einzelne Kategorien in denen der Film sehr großes zeigt und auch stark ist, andererseits gibt es meiner Meinung nach aber auch große Schwächen innerhalb des Films.

Story: Hierzu kann ich Inhaltlich nicht mehr schreiben ohne das Ende zu Spoilern. Die Handlung ist nicht schlecht aber es fehlt den verschiedenen Personen teils an Hintergrund. Über den Entführer und 2 der 3 Opfer erfährt man während des gesamten Films nur wenig. Dies macht es schwierig eine Bindung zu den Personen aufzubauen. Ohne diese Bindung ist es mir als Zuschauer jedoch egal ob diese überleben oder nicht und genau von dieser Spannung lebt ein Thriller. Lediglich zu Casey Cooke (Anya Taylor-Joy) gibt es durch einige Rückblenden etwas Hintergrundstory. Selbst der von James McAvoy gespielte Psychopath hat viel zu wenig Hintergrundstory. Gerade im letzten Viertel des Films wurde meiner Meinung nach viel Potential verschenkt. Hier passieren verschiedene Dinge welche so nicht stattfinden können. Dies fand ich sehr nervig und daher muss ich diese extrem wichtige Kategorie des Films stark abwerten.

Darsteller: Der Film beschränkt sich auf im wesentlichen 3 Figuren. Jedoch kann ich hier nur von Casey und den verschiedenen Figuren von James McAvoy sprechen. Die schauspielerische Leistung von Anya Taylor-Joy ist hierbei nicht überragend. Meistens hat sie Angst/Furcht, dies wird vernünftig dargestellt aber für eine gute Leistung ist dies einfach zu wenig. Beeindruckend ist hingegen die Leistung von James McAvoy. Wie schnell dieser zwischen den verschiedenen Persönlichkeiten wechseln kann ist grandios. Innerhalb von Millisekunden wechselt er zwischen den Persönlichkeiten und verändert sofort Mimik, Gestik und Körperhaltung. Vor dieser Leistung habe ich größten Respekt.

Kostüme und Szenenbild: Der Film spielt Hauptsächlich in dem Keller-Gefängnis. Hier ist es trist und kalt. Etwas klischeehaft aber auch passend. Daher ist das für mich völlig in Ordnung. Die Kleidung des Psychopathen wird je nach Persönlicheit angepasst und man weiß immer sofort wer vor einem steht. Die Kleidung ist ganz normal und fällt ansonsten nicht weiter auf.

Fazit: Durch die großen Patzer in der Story habe ich dem Film lediglich 4,0 von 10 Punkten gegeben. Jedoch ist es schwer hier eine Empfehlung auszusprechen, da viele den Film sehr großartig finden. Trotz der schlechten Wertung finde ich der Film hat auch sehr gute Seiten daher rate ich einerseits niemand von dem Film ab aber aufgrund der Schwächen kann ich Ihn auch nicht komplett empfehlen. Schaut euch den Trailer an, wenn euch dieser gefällt schaut den Film ansonsten würde ich eher die Finger davon lassen.