A Cure for Wellness

In A Cure for Wellness geht es um den jungen Mr. Lockhard. Dieser ist bei einer großen Kapitalfirma angestellt. Er bekommt vom Betriebsrat den Auftrag einen sehr wichtigen Kollege aus einem Kurhotel in der Schweiz abzuholen. Dementsprechend reißt Mr. Lockhard in die Schweiz. Schon auf dem Weg zu dem besagten Hotel merkt er, dass an diesem Ort irgendetwas komisch ist. Je tiefer er in die dortige Welt abtaucht desto verwirrender wird die Situation und desto mehr muss er alles hinterfragen was er sieht oder glaubt zu sehen.

Der Film fängt eine sehr schöne Atmosphäre ein und ist trotz 146 Minuten Lauflänge keineswegs langweilig oder langatmig. Man ist in jeder Sekunde gefesselt. Die Personen werden glaubhaft gespielt und das Drehbuch ist sehr gut geschrieben. Auf jeden Fall eine Empfehlung für alle Drama/Thriller Filmfans.

Ausgehend von der oben beschrieben Situation entwickelt sich der Film immer weiter und es werden in regelmäßigen Abständen neue Figuren während des Films eingeführt. Durch einige Rückblenden wird die Geschichte von Mr. Lockhard erzählt. Je weiter der Film voranschreitet, desto abstruser werden die Ereignisse auf der Burg. Dabei schafft der Film es jedoch immer Maß zu halten und niemals zu übertreiben. Während des Films gibt es immer wieder Momente oder Wendungen welche man vorausahnt. Dies ist hier aber absolut nicht negativ zu beurteilen da der Film trotzdem genügend Unvorhersehbarkeiten enthält und somit immer für eine Überraschung gut ist.

Wenn ich von den Darstellern rede, spreche ich hauptsächlich von Dane DeHaan alias Mr. Lockhard. Gerade seine Performance hat mir sehr gefallen da er auch ein sehr großes Spektrum an Emotionen abdecken muss. Aber auch Jason Isaacs aka Dr. Heinrich Volmer ist von der ersten Sekunde an sehr present und jederzeit glaubwürdig. Mit einem kurzen Satz möchte ich noch auf Hannah gespielt von Mia Goth eingehen. Ihre Rolle ist sehr interessant aber hierzu kann ich nichts schreiben ohne etwas zu verraten.

Die Kostüme sind immer passend zur Szene gewählt. In den Büros in Amerika tragen alle Anzug, im Dorf eher etwas dreckige und abgetragene Kleidung und im Sanatorium gibt es spezielle Kleidung für die Patienten in weiß. Dies verdeutlicht in vielen Momente auch die Beziehungen zwischen den verschiedenen Akteuren. Die gezeigten Räume und Landschaften sind sehr abwechslungsreich und authentisch. Dabei reicht das Spektrum von einer Panoramalandschaft bis hin zur Gruft. Die Übergänge zwischen diesen Aufnahmen sind meistens fließend.

Während des Films unterstreicht die Musik die Szenen ohne dabei zu dominant zu werden. Teilweise wird die Spannung auch durch Stille unterstrichen. Es gibt auch den ein oder anderen bekannten Song in dem Film. Das lockert die Stimmung zwischendurch sehr auf und macht einfach Spaß zu hören.

Wie gesagt kann ich den Film jedem Drama oder Thriller Fan empfehlen. Ich habe an dem Film soweit nichts auszusetzen was einen Punktabzug rechtfertigen würde. Von mir bekommt der Film 10/10 Punkten. Man sollte den Film ähnlich wie Fight Club mehrfach schauen. Dabei sollte man wirklich das Geld in eine Kinokarte und die BlueRay investieren. Im Kino wird das Feeling einfach besser transportiert.

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